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galerie michaela stock präsentiert zwei Einzelausstellungen

Ivica Capan : Candid und Alina Sokolova : Heracleumfall

ERÖFFNUNG: DO 7.3.2019, 18:00
Ausstellungsdauer / Duration of the exhibition: 8.3.2019 - 20.4.2019
galerie michaela stock, Schleifmühlgasse 18, 1040 Wien / Vienna

Die Kunstwerke, in den zwei Ausstellungsräumen, spielen mit "Kommunikation" auf verschiedenen Ebenen. Capan und Sokolova, die in Wien leben und arbeiten, beschäftigen sich mit bestimmten Aspekten der Überwachung und Hypervisibilität, diese kann bis zur Dekonstruktion und Infragestellung des Mediums selbst führen und eine Verschmelzung zwischen Illusion und Tatbestand auslösen. Eine subtile Ausstellung, die persönliche Geschichten mit kulturellen und politischen Themen aus verschiedenen Perspektiven zeigt.

Digitale Kontrollmechanismen sind das zentrale Thema des kroatischen Künstlers Ivica Capan in seiner ersten Einzelausstellung in der galerie michaela stock. Capan verwendet Bilder aus Massenmedien und liefert einen kritischen Blick auf die heutige Welt. Candid fordert die Erwartungen des Betrachters an die Kunst und die mögliche Zukunft des Internets, angesichts einer umfassenderen Anpassung digitaler Technologien, heraus. Seine Kunstwerke enthalten thematische Verweise auf Kunstgeschichte, Literatur und Populärkultur, Capan zeigt die Veränderungen, die die digitale Technologie auf Raum-, Zeit- und Kulturauffassungen mit sich bringt.

Die junge ukrainische Künstlerin Alina Sokolova rebelliert gegen das Gesetz und die Machtinstitutionen und ihr gelingt eine Gratwanderung zwischen Raum und Zeit. In ihrer Installation Heracleumfall erzählt sie die Geschichte der Giftpflanze Heracleum Sosnowsky, ihre Rolle in der Gesellschaft und ihren historischen Hintergrund sowie ihren persönlichen Bezug dazu. Im Volksmund wird die Pflanze "Stalins Rache" genannt und kann als Metapher für ideologische Vergiftung gesehen werden, denn sobald der vergiftete Stängel abgeholzt wird, wächst er über Nacht mit noch größerer Beharrlichkeit nach. In verschiedenen performativen Akten hat Sokolova die Pflanze mehrmals in ihrer Heimat abgeschnitten, diese dann über die Grenze geschmuggelt und letztendlich den Versuch unternommen die tote Pflanze wiederzubeleben.